Mit dem Gast auf Augenhöhe

Foto: Markus Gmeiner

Nach vierjähriger Vorbereitungszeit steht die neue Vorarlberger Tourismusausbildung am Start: GASCHT- die neue Gastgeberschule für Tourismusberufe.

Die Tourismusbranche sucht händeringend Fachkräfte und hat bereits vor dreieinhalb Jahren die Weichen für eine neue Tourismusausbildung gestellt. Nun ist es so weit: Um die drei großen Ziele der Tourismusstrategie – Nummer Eins in Sachen Gastfreundschaft, Regionalität und Nachhaltigkeit zu sein – zu erreichen, kommt es auf den Menschen an. Die GASCHT- die neue Gastgeberschule für Tourismusberufe, öffnet 2017 mit drei Standorten ihre Tore: In den Tourismusschulen in Bezau und Bludenz, sowie im WIFI Hohenems, das ab dem Frühjahr zur GASCHT adaptiert wird. Mehrere Job Speed Datings fanden statt, bei denen sich die 14jährigen Jugendlichen über die neue Schule informieren konnten. Zahlreiche Vormerkungen bezeugen das Interesse für die innovative neue Tourismusausbildung, deren Schuleinschreibung im Februar 2017 startet.
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Mensch im Mittelpunkt
Bestehendes wird optimiert und Neues gestartet. „Mitarbeiter die dem Gast auf Augenhöhe begegnen sind unser Ziel, es gilt, den Faktor Mensch zu stärken“, erklärt Bildungssprecher und Spartenobmann Elmar Herburger. Den Gastgebern kommt als Bildungspartner größte Bedeutung zu: 40 touristische Betriebe haben den Bildungsverein „Mensch im Tourismus“ gegründet, der sich als Kompetenzcenter auch um die Organisation der neuen Tourismusausbildung kümmert. So soll der Anteil heimischer und gut ausgebildeter Mitarbeiter im Vorarlberger Tourismus wieder deutlich gesteigert werden. „Das Konzept der GASCHT hebt uns österreichweit von klassischen Berufsausbildungen ab“, erklärt GASCHT-Schulmanagerin Mag. Nicole Okhowat-Lehner.
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Käsen und Mosten
Die GASCHT garantiert mit ihrem modularen System hohe Flexibilität und Innovation. Vorhandene Ausbildungsressourcen wurden dafür zusammengeführt und erweitert. An insgesamt drei Schulstandorten – in Bezau, Bludenz und Hohenems – werden junge Menschen in einer vierjährigen Ausbildung in den Bereichen Küche & Kulinarik, Service & Gastgeberkompetenz, Rezeption & Hotelmanagement  geschult. Neben den Pflichtmodulen eröffnen frei wählbare Einheiten die Möglichkeit, individuelle Stärken zu vertiefen. Bildungsstandorte wie Sennereien, Bauernhöfe, Alpbetriebe, französische Weingüter oder Metzgereien garantieren erfahrungsorientiertes Lernen. Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz zählen zu den Lehrinhalten. Dabei  entscheidet  man  sich  entweder  für  den praxisorientierten Pfad der zwei  Drittel  Praxis und ein Drittel Theorie beinhaltet und mit Gastgeberdiplom und Lehrabschluss        abschließt; oder den theorieorientierten Pfad mit je 50 % Praxis und Theorie mit   Lehr- und Hotelfachschulabschluss.
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Voranmeldungen ab sofort

Ab Herbst 2017 starten die ersten Lehrgänge der neuen vierjährigen Tourismusausbildung mit drei Klassen – in den Tourismusschulen Bezau und Bludenz sowie interimistisch im WIFI Hohenems. Die GASCHT bringt Theorie und Praxis in ein stimmiges Verhältnis, die duale Ausbildung wird beibehalten. Grundpfeiler bilden das von Bildungscoaches begleitete Orientierungsjahr, die Wahl- und Pflichtmodule zur Stärkung von Fach- und Sozialkompetenz, die Kooperation mit internationalen Tourismusschulen sowie flexible Ausbildungsverbände auch in anderen Betrieben. Besonders informativ und spannend ist das Angebot der ergänzenden Bildungsstandorte, die das Lernen auf Weingütern, in Sennereien etc. vorsieht. Internationale Lernerlebnisse und eine umfassende Persönlichkeitsbildung sorgen für künftige „Stars hinter den Sternen“. Mehr Informationen gibt Schulmanagerin Mag. Nicole Okhowat-Lehner, Tel. 05522 305-399 sowie auf www.gascht.at.
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Infotermine:

Freitag, 13.  Jänner: Infonachmittag in  verschiedenen Qualitäts- und Ausbildungsbetrieben der Gascht
Freitag, 20. Jänner: Tag der offenen Tür an der Tourismusschule Bludenz

Eintrag vom 11. Dezember 2016 | Permalink

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